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Der Online-Hafen für Kleinunternehmer

Veronika Pelikan, Alfred Harl, Port41

Auf der neuen Online-Plattform Port41 wird sich alles um Know-How und Vernetzung für Selbstständige drehen. (Foto: Port41-Gründer Veronika Pelikan und Alfred Harl, Ⓒ Astrid Bartl)

„Das Unternehmerbild von der großen Fabrik, dem dicken Auto und der Zigarre ist längst veraltet. Mehr als 90 Prozent der WKO-Mitglieder haben weniger als neun Mitarbeiter“, sagt Veronika Pelikan, Mitbegründerin der neuen Online-Plattform Port41. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, dem Unternehmensberater Alfred Harl, hat die erfahrene Journalistin das Projekt ins Leben gerufen, bei dem sich alles um Know-How und Vernetzung für Kleinunternehmer drehen wird.

Selbstständige schreiben für Selbstständige

Egal, ob sich der Neugründer fragt, wie man das erste Jahr wirtschaftlich überleben kann oder ein langjähriger Unternehmer Tipps für die kundengerechtere Aufbereitung seiner Webseite sucht, auf Port41 sollen beide ab Sommer 2016 fündig werden. Der Content wird nicht nur von Journalisten produziert, sondern auch von Selbstständigen, die auf bestimmten Fachgebieten über Expertenwissen verfügen. „Wer einen Fachbeitrag schreibt, bekommt im Gegenzug einen Link auf sein eigenes Angebot“, erklärt Pelikan. „Die Idee dahinter ist, dass viele Kleinunternehmer Dienstleistungen für Selbstständige anbieten. Zum Beispiel Buchhalter, Steuerberater, Rechtsanwälte, Marketingexperten und Coaches, aber auch IT-Experten oder Grafiker.“

Port41 richtet sich gleichermaßen an Startups und bestehende Unternehmen

Ihre beruflichen Stationen haben aus der Journalistin selbst eine Expertin für Selbstständigkeit gemacht. Seit 2005 arbeitet sie als Freelancerin, unter anderem als Beraterin für das WIFI. „Im Zuge dieser Tätigkeit hatte ich sehr viel Kontakt mit Jungunternehmern und wurde auf ihre Probleme aufmerksam“, erzählt sie. Vier Jahre lang schrieb sie auch für das Magazin der SVA. „Eigentlich waren viele Inhalte in dem Magazin sehr interessant, aber die Aufbereitung für den Endkunden war nicht gut.“

Pelikan betont, dass sich Port41 nicht nur an Startups, sondern auch an bestehende Unternehmen richten wird. „Wir leben in einer Zeit des Wandels und der Umbrüche. Sowohl die Digitalisierung als auch die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen überfordern auch viele erfahrene Unternehmer.“

Trotzdem, gejammert soll auf der neuen Plattform nicht werden. Ein erklärtes Ziel des Port41-Teams sind lösungsorientierte Artikel und Storys, die zeigen sollen, dass Selbstständigkeit auch Spaß machen kann.

Crowdfunding-Kampagne als Lernprozess

Bis 10. Mai haben Interessierte noch die Möglichkeit, Port41 via Crowdfunding zu unterstützen. Falls die angestrebte Summe nicht zusammenkommt, wird der Online-Hafen für Selbstständige trotzdem wie geplant heuer starten. Die Crowdfunding-Kampagne sei für sie ein Lernprozess, so Pelikan. „Erstens wollte ich wissen, ob es funktioniert. Zweitens müssen wir das Projekt dadurch jetzt schon kommunizieren, wir können die Marke schon im Vorfeld bekannt machen.“

Über die Antwort auf die Frage, wie sich denn ihr Leben seit ihrer Selbstständigkeit verändern habe muss sie nicht lange nachdenken. „Der größte Unterschied zum Angestelltenverhältnis ist, dass man kein Backup mehr hat. Im Konzern hatte ich als Unterstützung Marketing, Vertrieb, IT-Abteilung oder Buchhaltung. Um diese Bereiche muss ich mich jetzt entweder selber kümmern oder Dienstleistungen zukaufen.“ Vieles könne sie durch ihre gute Vernetzung abdecken, aber trotzdem müsse man sich immer wieder schlau machen. „Dabei soll Port41 Selbstständigen in Zukunft helfen.“

www.port41.at

Link zur Crowdfunding-Kampagne

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